Zum unfreiwilligen Witz des Bauherrn

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… da war die Szene doch nicht ohne Ironie, als Herr Matzen in seiner Eigenschaft als Bauherr nicht nur erklärte, dass er den Bunker an seine Kinder vererben wollen – ähm…war das mit der Erbpacht so gemeint? – sondern sich auch dazu hinreißen ließ, unser Protestplakat zu präsentieren und zu dechiffrieren:

Hotel – heiße nicht Hotel, sondern Gästehaus. Eventhalle – wäre keine Eventhalle, sondern eine Sporthalle, in der auch Konzerte stattfinden. Bier-Garten – sei kein Biergarten, sondern ein Garten, wo man auch wunderbarer weise Biertrinken könne. Und wer hat was davon? Na die, welche Bier trinken.

Bei aller Ironie bleibt jedoch ein beunruhigender Befund am Ende übrig: Diese „Anhörung“ zu den Bauplänen auf dem Bunker an der Feldstraße war keine. Politik, Verwaltung und Bauherr waren sich in der Rechtfertigung  des Bunker-Aufbaus schon einig auf dem Podium und das geladene Volk wurde von oben herab in seinen Beiträgen kurz gehalten, zurechtgewiesen und aufgeklärt, wie eine unmündige und aufmüpfige Kinderschar. Sapere Aude!

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